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Tricks der Medien-Manipulatoren

Ein Beitrag aus dem bürgerlich–konservativen Magazin Schweizerzeit aus dem Jahr 2015:

Rechte «poltern» und «hetzen»

Wichtig sind für Medienschaffende die richtigen Worte: Konservative Politiker dürfen nicht ein Thema aufgreifen, nein, sie «wittern» etwas, was sofort die Assoziation mit tierhaftem, instinktgetriebenem, also niederem Verhalten weckt. Die Guten hingegen «wittern» nicht, sondern «decken auf». Wer etwas «gewittert» hat und das thematisiert, zum Beispiel ein Unbehagen des Bürgers über die Masseneinwanderung, der «poltert», «schiesst» gegen Ausländer, «greift an» und «hetzt» gegen sie, schürt so «dumpfe Ängste» beim Volk, das ja gerade wenn es um Ausländer geht, gar nicht anders kann als dumpfe, also unreflektierte Regungen zu empfinden.

Ganz anders auf der linken Seite: Linke «kritisieren» einen Zustand, sie «rütteln auf», «machen sich Sorgen». Wird sie emotional, so hat die linke Politikerin «aufgebracht» die Sachlage «erklärt», aber niemals «keift» sie derart, wie ihr bürgerlicher Gegenpart, nein sie «klagt an», «klärt auf» und «kritisiert» die «rechte Hetze». Fühlt sich ein Konservativer dann von den Medien schlecht behandelt, so «jammert» er, was eine grüne Kantonsrätin nie tut, sie «leidet» unter den Angriffen, vermeldet der Tagi.

Linke sind «besorgt»

Zahlreich sind die abwertenden Beschreibungen, mit welchen der Fernsehjournalist «Nationalkonservative» – das Wort erinnert so schön an Nationalsozialisten, dass man es immer wieder verwenden muss – von «Weltoffenen» unterscheiden kann. Erstere wollen sich «abschotten», denn sie sind nicht «offen». Nationalkonservative leiden unter «diffusen Ängsten», weshalb sie ihre «radikalen» und «extremen» Ansichten nicht unkommentiert verbreiten dürfen, wenn sie zur «Hetze» greifen. Die «Besorgten, Anständigen» hingegen, sind anders: Sie haben «fundierte Befürchtungen», wenn sie ihre «zukunftsweisenden» «fortschrittlichen» Gedanken manchmal auch «emotional» äussern, immer aber Probleme «aufzeigen» und den «Finger auf die Wunde legen».

Niemals darf ein Mann wie Christoph Blocher von einem Medium wie der «NZZ» mit einem positiven Attribut bedacht werden. Nein, man hat ihn «abgewählter Bundesrat», «Milliardär» oder gern auch «Volkstribun» oder noch besser «Parteiführer» zu nennen. Seine Gegenspielerin hingegen wird als «emsig», «weitblickend», «vorausschauend», «dossierfest», ja als «populäre Magistratin» bezeichnet, als «Leaderin».

«Rechtsextreme» versus «Autonome»

Im Gefolge des Führers tummeln sich dagegen «grinsende» Typen wie Mörgeli, welche gerne «Grossangriffe» und «Attacken» lancieren. Dem «Führer» folgen auf dem «Marsch nach Bern» immer auch «Rechtspopulisten» («Linkspopulisten» gibt es nicht) oder «Rechtsextreme» sowie «Neonazis». Auf der linken Seite können die «linken Aktivisten» noch so lange pöbeln, Nationalräte verprügeln und randalieren, sie sind höchstens «Autonome», was ja sogar positiv tönt.

Fallen auf einer Demonstration unerwünschte Worte, dann sind es «Stammtischparolen», dann demonstrierte der «rechte Mob», oder das «Pack». «Linke Demonstranten» sind dagegen höchstens «kritische Bürger» oder «aufgebrachte Bürger». Und wenn der schwarze Block einen Stand der SVP stürmt, Rauchpetarden zündet, eine Frau im Gesicht verletzt und nur mit massivem Polizeiaufgebot daran gehindert werden kann, Leute umzubringen, dann nennt der «Blick» das «SVP-Krawall», damit klar wird, wer für die Gewalt verantwortlich ist. Nämlich die SVP mit ihren «Hetzkampagnen».


Kommt dem einen oder anderen sicher bekannt vor, z.B. aus dem besten Deutschland von heute, manchem noch aus Ostdeutschland und den Lesern von Victor Klemperers LTI, das ich als Abiturient in der Ostausgabe schon gelesen habe.

Da versteht man spontan das neudeutsche Polit–Bullshit–Bingo.

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Autor: querfeldein

"Ich glaube nicht, daß ein vernünftiger Mann in Deutschland ist, der sich um das Urteil einer Zeitung bekümmert, ich meine der ein Buch verdammt, weil es die Zeitung verdammt, oder schätzt, weil es die Zeitung anpreist, denn es streitet schlechterdings mit dem Begriff eines vernünftigen Mannes." Georg Christoph Lichtenberg

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