Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten

Staatsversagen

Als ich vor zehn Jahren hier in der Kleinstadt ankam, waren die umliegenden Städtchen in alle vier Himmelsrichtungen gut erreichbar – zumindest mit dem Auto. Dann kamen die LKWs mit Holz, die aus Kostengründen nicht mehr von den Polen aus über die Autobahn fuhren, sondern die preiswerte Abkürzung durch die Pampa nehmen. Eine Landstraße mitten durch den Wald hat darunter besonders gelitten: anfangs war Tempo 100 erlaubt und von ein paar gefährlichen Kurven und viel Wild am Straßenrand abgesehen, auch entspannt so befahrbar. Mit den Straßenschäden durch die Brummis kam ein 70er Tempolimit. Jetzt musste man zusätzlich damit rechnen, geblitzt zu werden. Seit diesem Jahr sind wir auf weite Strecken bei Tempo 50 angekommen und die Geschwindigkeitskontrollen lohnen für den Staat noch mehr. 

Der Staat (in diesem Fall das Bundesland) macht seinen Job nicht und kassiert für seine Unfähigkeit auch noch Strafgelder vom Bürger. Nun ist der Vertrag zwischen den Bürgern und dem Staat in Kurzform: der Staat gewährt Sicherheit und Ordnung, dafür akzeptierten die Bürger auch die Gesetze und zahlen Steuern. Und jetzt nochmals, zum besseren Verständnis: 

  • Das Land verschleppt jahrelange die notwendigen Arbeiten an der Landesstraße, 
  • es geht das jahrelang bekannte Problem mit den Holzlastern (meist aus Polen) nicht an, um niemandem auf die Füße zu treten, 
  • es gibt stattdessen ein Tempolimit vor, um nicht in die Haftung genommen werden zu können, wenn die Stoßdämpfer eines Autos überfordert sind und brechen und 
  • zur Krönung stellt es auch noch Blitzer auf und kassiert bei Geschwindigkeitsübertretungen, die bestenfalls das eigene Auto schädigen – während die Hauptverursacher der Straßenschäden, die Holzlaster aus Polen, alle über CB-Funk miteinander verbunden sind und bestenfalls der erste LKW in den Blitzer fährt. 

Ja, das ist absurd. Die Steuerzahlungen werden bei Nichterfüllung des Vertrages zwischen Bürger und Staat übrigens nicht ausgesetzt.

Sahnehäubchen: die Straße kommt bereits 2030 in die Planung für eine Erneuerung. Von der Planung in die Umsetzung dauert es dann bestimmt noch sechs bis acht Monate (Scherz!), optimistisch geschätzt vielleicht zwei Jahre und realistisch gesehen voraussichtlich drei bis fünf Jahre. Also ganz zuversichtlich gesehen, können wir bereits in zehn bis zwölf Jahren mit einer normal befahrbaren Straße rechnen. Das Tempolimit für diese Straße dürfte bis dahin im negativen Bereich sein…

Andere Beispiele? Wir führen eine Bargeldobergrenze für Geschäfte ein. Warum? Na, um die kriminellen Araber-Clans daran zu hindern, illegale Geschäfte zu machen. Diese Clans sind jedem Berliner Polizisten, mit dem ich bisher gesprochen habe, seit mindestens zwanzig Jahren als Riesen-Problem bekannt und genauso lange wird auch nichts dagegen unternommen.

Das Rentensystem wird in fünf Jahren kollabieren, weil ganz viele Menschen plötzlich und unerwartet in Rente gehen werden. Dieses Problem ist seit dem „Pillenknick“ bekannt, seit den neunziger Jahren hätte man dringend etwas unternehmen müssen, Anfang der 2000er Jahre war der letzte Aufruf, um noch den harten Aufprall abmildern zu können. Leider kann dieses Problem auch in den kommenden zwanzig Jahren nicht einfach mal so gelöst werden. Zuwanderung, das weiß ich aus langjähriger eigener beruflicher Erfahrung, löst das Problem nur sehr begrenzt oder meist einfach gar nicht. 

Das zunehmend offensichtlicher werdende Versagen des Staates in allen Bereichen wird uns sehr bald existenziell beschäftigen – und wie immer hoffe ich, nicht recht zu behalten.

Werbung

Waldkinder der pantheistischen Moderne

Meine Begegnung mit den Waldvölkern von Thomas Höffgen

Als ich mich als junger Mann eine Zeit lang im südamerikanischen Regenwald aufhielt, um ein ökologisches Volontariat zu absolvieren, lernte ich das indigene Volk der Ese’Eja näher kennen: Die Ese’Eja Indios, deren Name „wahre Menschen“ bedeutet, siedeln abgelegen in den Tieflandregenwäldern Perus und Boliviens, entlang der Flussläufe; bis vor wenigen Jahrzehnten lebten sie noch halbnomadisch in den Wäldern. Für mich bedeutete die Begegnung mit Ese’Eja den Kontakt zu einer Kultur, die noch ganz von einem naturmagischen Bewusstsein und einem lebendigen Schamanentum getragen wird, wie ich als Europäer es ansonsten nur aus Mythen oder Märchen kenne, die aus alten Zeiten überliefert sind, als auch Europa noch von Wald bedeckt war. Mehrere Wochen lebte ich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Indianern und lernte ihre Lebensweise und Kultur näher kennen, ihr wildes Denken und magisches Handeln, den Weltenbaum und die Waldgeister. Ich lernte eine Weltanschauung kennen, in der die ganze Umwelt als beseelt und die Gesamtheit der Natur als heilig und durchgöttert gilt. Das war eine der bedeutsamsten Erfahrungen in meinem Leben.

Aber es gab auch traurige Momente. Etwa als der Älteste des Indianerdorfs von der ersten Erfahrung der Ese’Eja mit den Europäern berichtete: In dramatischen Bildern erzählte er von der traumatischen Konfrontation mit den „Eroberern“ (conquistadores) im Gefolge von Kolumbus, die im 16. Jahrhundert in das Land eindrangen, um die Ureinwohner zu unterwerfen und zu christianisieren (cristianizar).

Die Bekehrer hätten den friedlichen Naturglauben der Indianer als einen Götzendienst missinterpretiert (idolatria) und die Ureinwohner seien allesamt als Teufelsdiener gebrandmarkt und bestraft, gefoltert und getötet worden (sirvientes del diablo). Vor allem die Schamanen und die Hexen (hechiceros y brujas), die mit den Naturgeistern in besonderem Kontakt standen, seien verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden; aber ganze Völkerschaften habe man dahingerafft und ausgerottet (genocidio). Die Ese’Eja hätten diese „teuflische Tyrannei“ (tirania diabólica) nur überleben können, weil sie sich tief im Regenwald versteckt hielten und ihre Stammestraditionen über Jahrhunderte im Geheimen aufrecht hielten; wären sie entdeckt worden, würde es sie heute nicht mehr geben. „Der Wald hat uns gerettet!“ (la selva nos salvó), schloss der Älteste seine bewegte Rede, derweil ich fürwahr mit feuchten Augen vor ihm auf dem Boden saß.!

Ein paar Jahre später — wieder in Deutschland — musste ich an dieses Gespräch zurückdenken: Ich arbeitete gerade an meiner Doktorarbeit zum Thema „Hexensabbat“ und stieß in der Bibliothek der Ruhr-Universität Bochum auf mehrere alte Texte, die sich wiederum genauso lasen, wie die Berichte dieses alten Ese’Eja-Mannes aus dem Regenwald. Doch stammten diese Texte nicht aus dem frühneuzeitlichen Amerika, sondern aus dem europäischen Altertum, und sie handelten auch nicht von Indianern, sondern von Germanen: Mittelalterliche Missionsberichte und frühneuzeitliche Inquisitionsakten, die von einer Zwangschristianisierung unserer europäischen Vorfahren nach demselben Muster zeugen. Anscheinend konnten die Missionare auf einiges an Erfahrung zurückgreifen, als sie die Neue Welt eroberten, hatten sie die Alte Welt doch bereits ein paar hundert Jahre vorher mit derselben Vorgehensweise unterjocht und unterworfen. Offensichtlich wurden auch die europäischen Waldvölker, dıe sıch nicht taufen lassen wollten, über Jahrzehnte und Jahrhunderte verfolgt, weil sie weiter an die alten Götter der Natur glaubten.

Doch gibt es einen großen Unterschied zu den Ese’Eja: Für die europäischen Heiden gab es nämlich kein „Happy End“. Zwar zogen sich auch die germanischen Stämme zunächst in verlassene Wildnisse und unzugängliche Wälder zurück, um die alten Traditionen ım Geheimen fortzusetzen.

Doch nach ein paar Jahrzehnten brutalen Besatzungsrechts war auch dieser Widerstand der letzten Heiden, die sich selbst übrigens „Waldkinder‘‘ nannten, gebrochen; zumal der schützende Urwald zeitgleich radikal gerodet wurde. Anders als bei den Ese’Eja also, deren Mythen mündlich und Riten praktisch weitergetragen wurden, gibt es in Europa keine ungebrochene Überlieferungstradition, die uns noch heute mit den alten und den ältesten Weisheiten unserer Kultur — den Waldgeistern und den Weltenbäumen — verbinden könnte. Alles alte Wissen wurde damals verboten und verfolgt – und mit ihm das Wissen um die Göttlichkeit in der Natur.

Schon Friedrich Schiller war sich sicher, dass mit der Christianisierung eine schwerwiegende Entfremdung von der Natur einherging: Mit der Verdrängung der vorchristlichen Naturreligion sei eine „schöne Welt“ verlorengegangen, in der die Wälder pantheistisch alldurchgöttert waren und „eine Dryas lebt’ in jedem Baum“. Im Zuge der monotheistischen Zwangsmission — „Einen zu bereichern, unter allen“ – sei die lebendige Natur jedoch entgöttert und entweiht und entzaubert worden: „Durch die Wälder ruf ich, durch die Wogen, Ach! sie widerhallen leer!“

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn natürlich ließ sich das alte Wissen nicht immer ganz so einfach auslöschen, ließen sich uralte mythologische und kosmologische Überlieferungen, die seit Jahrhunderten zum kulturellen Kanon zählten, nicht einfach so verdrängen und vergessen. Abgesehen von den alten Göttern waren auch die religiösen Riten, Brauchtümer und Jahresfeste vielfach so fest im Volksglauben verwurzelt, dass es den Bekehrern äußerst schwerfiel, diese kurzweg zu beseitigen. Daher entwickelten die Christen — übrigens auf Anweisung vom Papst persönlich – eine geradezu perfide Methode der Missionierung: Anstatt nämlich den alten Glauben zu negieren, wurde er von den Bekehrern ganz bewusst pervertiert (von lat. perversus: „verdreht, verkehrt“). Die heidnischen Mythen, Riten und Bräuche wurden systematisch umgedeutet, meistenteils verteufelt, gelegentlich sogar zu Legenden oder Liturgien uminterpretiert (man spricht von interpretatio christiana). Freilich fiel es den meisten orthodoxen Christen nicht besonders schwer, die heidnische Kultur zu korrumpieren, glaubten sie doch fest daran, dass der Dienst an der Natur fürwahr ein Götzendienst und die alten Götter allesamt Dämonen seien. Das heißt aber zugleich, dass die vorchristliche Kulturtradition im Grunde gar nicht verschwunden ist, sondern verfälscht: Das heidnische Erbe Europas, das uns zum Beispiel die Germanen überliefern, liegt vielmehr in veränderter Gestalt vor — alles ist irgendwie verdreht, verkehrt und durcheinandergeworfen, eben: „diabolisiert“.

Oder anders formuliert: Will man heute etwas über die alte Religion Europas in Erfahrung bringen, tut man gut daran, zunächst zu schauen, wo etwas vom Teufel und von Hexen steht und man kann sich meist sicher sein, dass etwas Heidnisches dahintersteckt. Aber auch so manch ein Kirchenheiliger vermag sich bei genauerer Betrachtung als ein alter Heide zu entpuppen. Und wer den katholischen Kalender kennt, der kennt auch schon die meisten alten Jahresfeste.

Fragt sich bloß, ob dies wirklich der Platz sein soll, den wir den alten Göttern — mithin der Kultur und Kosmologie unserer europäischen Ur-Ahnen – in der Geschichte einräumen wollen. Ungleich sinnvoller erscheint doch wohl der Ansatz, die Ereignisse zur Zeit der Christianisierung kritisch aufzuarbeiten, die Religionsgeschichte wahrheitsgetreu wiederzugeben und das vorchristliche Heidentum authentisch zu erinnern. Vielleicht ja sogar zu dem Zwecke, das fast vergessene Wissen der Waldvölker auf eine neue und gewinnbringende Art und Weise für unsere Gesellschaft wiederzuentdecken und wiederzubeleben, etwa im Rahmen einer „pantheistischen Moderne“. Schiller jedenfalls wünschte sich nichts sehnlicher, als dass die verteufelten Naturgeister irgendwann wieder zurückkommen: „Schöne Welt, wo bist du? — Kehre wieder, holdes Blütenalter der Natur!“.

Zum Glück gibt es fleißige Forscher, Philologen und Volkskundler, denen es einen Heidenspaß bereitet, die naturreligiösen Traditionen wieder zu ent-teufeln, wissenschaftlich fundiert und historisch evident, aber durchaus auch verbunden mit der pantheistischen Vision, das alte Wissen für die Gegenwart und Zukunft wieder fruchtbar zu machen, Philosophen also, denen es am Herzen liegt, dass wir alle wieder „wahre Menschen“ werden und der Wald wieder ein „wahrer Wald“.

Kim Dotcom auf Twitter

Sicher kann man Kim Dotcom für eine schillernde Persönlichkeit halten, dumm ist er aber mit Sicherheit nicht und ich halte es immer für eine gute Idee, verschiedene Erklärungsversuche anzusehen und erst einmal auf Plausibilität zu testen. In diesem Fall hat er bei mir diesen Test bestanden.

Was ist die eigentliche Ursache des US-Stellvertreterkriegs in der Ukraine? Die meisten Menschen haben keine Ahnung. Lassen Sie mich erklären.

Alles begann nach der Finanzkrise 2007-2008, die ihren Ursprung in den USA hatte. Die Zuverlässigkeit der US-Regierung als Partner in globalen Finanzangelegenheiten war zerstört.

2009 war Russland Gastgeber des ersten BRICS-Gipfels zur Schaffung eines besseren internationalen Finanzsystems mit China, Indien, Brasilien, Südafrika und später mit zukünftigen BRICS+-Partnern. Kurzum eine neue „multipolare Ordnung“. BRICS stellt den Reservewährungsstatus des US-Dollars in Frage.

Damit begann ein neuer Kalter Krieg mit Russland und China. Die US-Staatsverschuldung liegt jetzt bei 31 Billionen US-Dollar, die Gesamtverschuldung der USA bei 92 Billionen US-Dollar und die gesamten ungedeckten US-Verbindlichkeiten bei 172 Billionen US-Dollar, und das alles ohne einen Überschuss der US-Regierung, um irgendetwas davon zu bezahlen. Nur noch mehr Schulden und Gelddrucken.

Die US-Regierung weiß, dass sie ohne den Status einer Reservewährung bankrott ist. Ohne Gelddruck auf den Rücken anderer Nationen ist es für die USA einfach Game Over. Aber nicht nur für die USA. Die EU und die meisten westlichen Demokratien folgten dem US-Modell des endlosen Schulden- und Gelddruckens.

Deshalb stehen sie hinter den USA und unterstützen die eskalierenden Aktionen, die den meisten Menschen völlig unlogisch erscheinen. Warum opfert die EU ihren Wohlstand für einen Stellvertreterkrieg der USA in der Ukraine? Denn wenn die USA zusammenbrechen, brechen sie auch zusammen. Ihr Bündnis ist von der Angst vor dem Scheitern geprägt.

BRICS+ war auf dem richtigen Weg, sein neues globales Finanzsystem bis 2030 einzuführen. Die Ukraine ist das Werkzeug für Konflikte mit Russland und Taiwan ist das Werkzeug für Konflikte mit China. Irgendwann werden die USA und die NATO Krieg mit Russland und China führen. Sie scheinen einfach keine andere Wahl zu haben.

Es ist entweder ein Krieg mit Russland und China, um BRICS+ zu stoppen, oder der finanzielle Zusammenbruch der USA, der EU und des gesamten Schulden- und Gelddruckzirkus. Es ging nie um die Menschen in der Ukraine. Die Ukraine ist ein Nebenschauplatz. Das Hauptereignis steht noch aus. Die beiden Optionen sind Armut oder Atomkrieg.“

Annex:

„Der US-Plan sah vor, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, die Ukraine die Krim anzugreifen, Russland Vergeltungsmaßnahmen gegen ein NATO-Mitglied zu ergreifen und die NATO Artikel 5 zu nutzen, um der Ukraine bei der Einnahme der Krim zu helfen. Putin wusste das, ergriff die Initiative und überraschte sie mit dem Vorteil, dass die Krim nicht verloren ist.“

(automatisch übersetzt mit Google)

Vor 15 Jahren

habe ich meinen ersten Blog angelegt – WordPress erinnerte mich dieser Tage daran. Tatsächlich habe ich im August 2007 meinen ersten Text veröffentlicht, der mit dem Satz endete:

Finde die Instanzen in dir selbst, die Wahrheit von Halbwahrheit oder Lüge unterscheiden können – es gibt sie, auch in dir. Sie haben seltsam altmodische Namen wie eben Appetit, Intuition, Gewissen, Wahrheit.

Eine Menge ist seitdem geschehen – Finanzkrise 2008, zunehmende Verwirrung, gute Freunde haben sich aus dieser Welt verabschiedet, Denkverbote, gute Freunde haben mich aus ihrer Welt verabschiedet, Corona-Kult und eine Welt am Randes des Irrsinns, ich habe neue Freunde gewonnen, Ukraine-Krieg und eine westliche Zivilisation, die bereits über die Klippe gesprungen ist.

War ich anfangs ein Skeptiker und Sucher, so fühle ich mich heute wie ein Ausserirdischer auf einem Planeten, der wunderschön ist, aber von einer seltsamen Spezies bewohnt wird, die den Kontakt zur Natur und zum Geist der Schöpfung verloren hat.

Wir sind falsch abgebogen, kulturell und geistig (und viele auch körperlich) übersättigt, wir machen immer mehr von dem, was nicht funktioniert und ertrinken im Ich. Viele Menschen im Westen sind so arm, dass sie nur Geld haben. Sie sind Konsumenten eines Lebens, das andere ihnen vorgeben.

Das ist eine nüchterne Beschreibung aus meiner Sicht, die wahrscheinlich noch einige nachvollziehen können. Nach einige Jahren des Nachforschens, Nachdenkens und des normalen Lebens in dieser Welt drängt sich mir allerdings der Verdacht auf, dass es um mehr geht – alles wird verdreht, die Wahrheit wird als Lüge verdammt, die Lüge wird zum Allgemeinplatz. Einfache Fragen zu stellen wird zur Ketzerei. Das Problem ist nicht ein paar Jahrzehnte alt, es ist Jahrhunderte alt (vielleicht Jahrtausende, da bin ich mir noch nicht sicher). Zu fein abgestimmt wurden Entwicklungen angeschoben und durchgesetzt, miteinander verzahnt, um sich gegenseitig zu verstärken – und das hat bisher geklappt.

So lange du nicht bereit aus der Matrix auszusteigen oder aus der Höhle Platons den Ausgang zu suchen, wirst du bespielt, von anderen Mächten gelenkt und wirst jeden, der etwas anderes sagt, bekämpfen wie Agent Smith in Matrix oder beschimpfen, wie den, der wieder in Höhle zurückkehrt bei Platon. Kurz: ich gehe mittlerweile davon aus, dass Platons Höhlengleichnis kein Gleichnis, sondern eine sehr konkrete Beschreibung unseres Menschseins ist, genauso wie Matrix eben kein Science-Fiction-Film ist, sondern unsere Realität. Und ich hoffe sehr, dass ich mich irre…

In den letzten Jahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die mit einem Mal das Weckerklingeln gehört, ihr Leben ungekrempelt haben und jetzt in Umständen leben, die sie vor ein paar Jahren oder Monaten nicht für denkbar hielten – Menschen, die sich jetzt frei, selbstverantwortlich und verbunden fühlen, die ihre Macht wiedererlangt haben und von innen strahlen.

Leider habe auch ich bisher nicht herausbekommen, wie es gelingen kann, andere zu wecken.

Lynne Mc Taggart – Die Kraft der Acht

Muss ich Lynne Mc Taggart vorstellen? Nun gut, sie ist eine weltweit bekannte und ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin im Bereich Bewusstseinsforschung an den Grenzen zur Spiritualität und „das Nullpunkt-Feld“ und „Intention“ sind nicht nur Bestseller, sondern v.a. schon heute Klassiker.

„Die Kraft der Acht“ ist anders: jahrelang hat sie sich gewehrt, dieses Buch zu schreiben, weil sie selbst nicht glauben konnte, was sie in ihren Workshops an eigenartigen Heilprozessen erlebte. „Ich hatte meine Probleme damit zu akzeptieren, dass es Wunder gibt.“ (S.9)

Aber worum geht es? Irgendwann hatte sie spontan die Idee, auf ihren Workshops Gruppen von acht Menschen heilende Gedanken gezielt auf einen Teilnehmer senden zu lassen. Das war so erfolgreich, dass sie zu forschen begann und mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt in Verbindung trat, um herauszufinden, was da eigentlich passiert. Das Buch dokumentiert zum größten Teil diese Forschungsreise. Kann eine positive Intention auf das Blatt einer Pflanze wissenschaftlich nachgewiesen werden – ja, das geht. Komplexer sind die Versuchsanordnungen, wenn es darum geht, kriegerische Konflikte zu verringern oder Seen wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen. Das liest sich nicht immer einfach und unterhaltsam, es ist eher die Dokumentation der Erforschung eines Phänomens, das scheinbar eher anekdotische Erfolge hat oder statistisch nicht einfach gemessen werden kann. Aber Lynne Mc Taggart ist hartnäckig und genau, sie fragt nach, optimiert die Versuchsanordnungen, kämpft mit ihren eigenen Zweifeln, v.a. aber nimmt sie die Phänomene aus den Berichten der Menschen ernst. So fallen nach und nach die Erklärungsmodelle, die aus der Wissenschaft kommen, weg.

Sie selbst hat damit offenbar Bauchschmerzen und ich konnte sie gut verstehen. Unser logisch-kausales Denken, das das rationale Gewebe unserer Welt knüpft, wird fadenscheinig. Dahinter kommt etwas anderes zum Vorschein, das uns staunen lässt und offenbar eigenen Gesetzen folgt. Mehr will ich an diese Stelle nicht verraten, denn am Ende gibt es einen Aha-Effekt, der auch einigen Lesern liebgewordene Weltbilder auflösen wird (obwohl es im Grunde nicht wirklich überraschend ist, weil wir das im Herzen schon lange wissen).

Am Ende gibt es einen kürzeren Teil, in dem sie alles erklärt, was der Leser benötigt, um selbst eine Kraft-der-Acht-Gruppe ins Leben zu rufen. Das könnte eine Verbundenheitserfahrung werden, die wir in dieser Zeit besonders brauchen.

Mehr Informationen unter www.lynnemctaggart.de

Ein Besuch im Gemeinwohlstaat Königreich Deutschland

Als ich vor circa 15 Jahren an einem Treffen alternativer Projekte in Alt Rehse teilnahm, lernte ich einen jungen Mann kennen – ganz offensichtlich ein kluger Kopf, voller Ideen, ein Allround-Talent und bei der Planerfüllung im Bereich Selbstbewusstsein hatte er damals mindestens die 200%-Marke erreicht.

Im Laufe der Jahre erreichten mich immer wieder einmal Nachrichten aus dem Hauptstrom über Peter Fitzek und sein Königreich: Reichsbürger, Hausdurchsuchungen, Rechtstreite, irgendwelche Vorwürfe zu finanziellen Unregelmäßigkeiten, Knast… Eben das, was man in diesem Land erwarten kann, wenn man Fragen stellt und dann auch noch selbst aktiv wird, um Lösungen umzusetzen. Heute ist das ja schon ein Zeichen, dass man irgendetwas richtig macht.

Nachdem ich in der Corona-Zeit alle Optionen in Betracht zu ziehen begann, diesem Irrsinn irgendwie zu entkommen, stolperte ich im Netz auch wieder über Peters Königreich, das mit „Gemeinwohlstaat“ tatsächlich besser beschrieben ist. Parallel hatte ich mit einem aktiven Teilnehmer unserer regionalen Vernetzungsgruppe intensive Gespräche, der mir viel aus erster Hand berichten konnte, was dort wie und mit welchen Menschen läuft.

Meine Frau begann Ende letzten Jahres dann zu drängeln: „Lass uns das selbst einmal ansehen, dann können wir uns wirklich eine eigene Meinung bilden.“ Wo sie recht hat… also einen Termin für ein Seminar gebucht, das einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten gibt, die der Gemeinwohlstaat Königreich Deutschland bietet – einen Ausstieg aus dem System. Beim Zahlen musste ich schlucken, immerhin 340 Euro plus Verpflegungspauschale, Unterkunft kam noch extra dazu. Damit sind Minderverdiener und Hartz-IV-Empfänger schon einmal aus dem Rennen, zumindest ist die Hürde hoch. Das ist so gewollt, erklärt Peter später ganz offen. Das Königreich ist als Rahmen gedacht, entwickelt und realisiert worden, um den Staatsangehörigen optimale Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, aber nicht, um jeden Arbeitsunlustigen, Spinner und Soziopathen zu füttern. In der heutigen Neusprech-Denke klingt das zunächst einmal nicht „solidarisch“ und „sozial“, aber Peter hat aus den vielen Jahren Erfahrung mit seinem Projekt gelernt, dass alternative Projekte auch viele „seltsame“ Menschen anziehen, die so lange Energie absaugen, bis alles kaputt ist. Er hatte bisher die Klugheit und die Führungsstärke, derartige Entwicklungen immer wieder zu korrigieren und das ist sicher ein Grund für den Erfolg des Gemeinwohlstaates. Geradeheraus und mit einem leichten Lächeln erklärt er den Seminarteilnehmern, dass er gerade ein halbes Jahr „Diktatur Peter“ einführen musste, weil die Einnahmen im Königreich einfach nicht ausreichend waren, um die vielen neuen Projekte, die anstehen, angehen zu können.

Im Gemeinwohlstaat sind Strukturen geschaffen, die (übrigens auch völlig unabhängig von ihm) funktionieren und von jedem recht einfach genutzt werden können, wenn er die Verfassung akzeptiert:

Ein Schuldgeldfreies Geldsystem zum Beispiel mit der elektronischen Währung E-Mark und der Reichsbank. Als einer der wirklich wenigen hat er früh erkannt, dass es nicht damit getan ist, schöne neue Geldscheine zu drucken und alle paar Monate einen Negativzins zu erheben.

Es gibt einen eigenen Marktplatz Kadari und eine (steuerfreie) Betriebsgründung ist im Gemeinwohlstaat genauso möglich, wie die Sicherung von Immobilien.

Die Heilfürsorge setzt zunächst auf Eigenverantwortung und springt erst im Ernstfall ein. Insofern ist sie einer privaten Krankenversicherung ähnlich, hat aber den Vorteil, alternative Therapien zu bezahlen und nur Mitgliedern ohne den Risikofaktor Gentherapie-Impfung aufzunehmen.

Es gibt eigene Produkte wie die Klimagie, eine Art Klimaanlage mit einem verblüffenden Wirkungsgrad, zu dem ich hier besser nichts sage. Neue Produkte sind angekündigt, die pfiffige Erfinder auf dem normalen Markt nie platzieren könnten.

Für mich beeindruckend war die Erfahrung, dass alle Projektverantwortlichen echte Profis, allerdings ohne Scheuklappen sind, Menschen, mit denen man auf Augenhöhe sprechen kann und mit denen ich mich auf eine fast schon magische Weise verbunden fühlen konnte.

Das Königreich ist nur auf Peter zugeschnitten und wird nur von ihm getragen, höre ich oft und zugegeben war das auch meine Befürchtung. Bestätigen kann ich das nach den zwei Tagen nicht. Den Großteil des Programms hat er bestritten, aber alle unsere Gespräche mit der Kerngemeinschaft der Staatsangehörigen, die schon im Gemeinwohlstaat leben und arbeiten – von sehr jungen Menschen bis hin zum Rentner –  haben bei uns einen anderen Eindruck hinterlassen: hier entsteht etwas Neues mit vielen Menschen, die bereit sind, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und die Veränderung auch zu leben.

Am zweiten Tag berichtete Peter, der sich seit einiger Zeit „Menschensohn“ nennt, viel aus seinem Leben und zu seinem spirituellen Hintergrund. Das hat mir vieles klarer gemacht: warum ein Königreich mit der Krönungszeremonie, warum diese Verfassung, die sich eher am Athener Demokratieverständnis orientiert als am modernen (leider nicht funktionierenden), warum die starken spirituellen Bezüge im Gemeinwohlstaat… Zum Teil war es aber schwerer verdaulich. Andererseits: in Freiheit dienen, ist die höchste Lebensform, meinte Fontane und Peter hat sich in den Dienst des Gemeinwohls im Königreich gestellt – das würde ich mir von Politikern auch wünschen. Der Gemeinwohlstaat ist spirituell gegründet, auf der Achtung vor dem Leben und den Schöpfungsgesetzen, also auf der natürlichen Verbindung zur Quelle, die in jedem Menschen lebt. Wer meint, darauf verzichten zu können, muss zur Begriffsakrobatik greifen, die die politischen Theorien der letzten hundert Jahre dominiert und die einen entweder ratlos zurücklässt oder Würgereize auslöst.

„Heimat ist dort, wo man reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist“ meinte ein kluger Kopf und so bin ich, wie viele andere leider wohl auch, in den letzten Jahren zunehmend in die Heimatlosigkeit gedrängt worden. Mir ist erst im Nachhinein klar geworden, dass unser Aufenthalt im Gemeinwohlstaat wohl auch deshalb so befreiend war, weil all die üblich gewordenen Denk- und Sprechverbote und -gebote dort so nicht gelten. Einen wesentlichen Teil trägt dazu sicher König Peter selbst bei, der für mich erfrischend undiplomatisch und geradeheraus ist, für andere (insbesondere jüngere) aber manchmal wohl eine Herausforderung ist, wenn nicht grenzwertig.

Das Königreich hat gerade während der Corona-Zeit großen Zulauf gehabt und zwei neue Dorfprojekte, mit denen der Gemeinwohlstaat vergrößert wird, müssen gestemmt werden. Wer keine Scheu vor Arbeit hat, ein paar Tage mit normalen Menschen verbringen will und sich einen eigenen Einblick in den Gemeinwohlstaat verschaffen möchte, kann sich auf den Internetseiten anmelden – vielleicht sehen wir uns.

Schlaglichter

Meine Schwiegermutter hat uns heute besucht und ist dann mit dem Zug zurück nach Berlin gefahren. Sie ist heute 84 geworden und eine kleine, zierliche Frau. Im Zug musste sie die ganze Zeit (über eine Stunde) stehen, niemand hatte ihr einen Platz angeboten. Wieder einmal bin ich fassungslos, was aus diesem Land geworden ist.

Die Mutter einer Freundin ist gestorben und die Formalitäten müssen geregelt werden. Unsere Freundin ist also auch bei der Bestatterin und fragt interessehalber, ob es mehr oder weniger Todesfälle als vor Corona gibt. Mehr und v.a. junge Menschen zwischen Ende zwanzig bis Mitte vierzig sterben jetzt mal plötzlich und unerwartet beim Treppesteigen oder wenn sie einen Kasten Bier aus dem Auto holen wollen oder wachen morgens einfach nicht wieder auf. Nix hat mit nix zu tun, alles Paletti.

Komme auf dem Hof mit einem Nachbarn ins Gespräch. Er arbeitet seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe in einer Einrichtung für traumatisierte Jugendliche mit z.T. längeren Einträgen auf dem Kerbholz. Seine Halsschlagadern schwellen ihm an, als er erzählt, dass sie jetzt Adoptionsanfragen für diese Kinder und Jugendlichen von verurteilten Pädophilen bekommen. Die sind bei der letzten Gesetzesänderung „aus Versehen“ nicht ausgeschlossen worden und verklagen jetzt seine Einrichtung, weil er sich geweigert hat, ein Kind an so jemanden zu übergeben.

Wie war das mit „dem besten Deutschland, das wir je hatten“.

Welt unter Strom

Eine Geschichte der Elektrizität und ihrer übersehenen Gesundheitsgefährdung von Arthur Firstenberg

Noch halb im Traum schalte ich mein Handy ein und sofort ertönt die Warnung: „Elektromagnetische Strahlung gefährdet Sie, Ihre Kinder und die Umwelt“. Das nervt massiv. Überall diese Warnhinweise – nicht nur auf den Zigaretten, auf jeder Bierflasche und auf jedem Süßkram, auf allen elektrischen Geräten sowieso. Mir graut schon davor, heute wieder meine Zeit am PC planen zu müssen, um nicht zu stark der Strahlung ausgesetzt zu sein. Na wenigstens ist die Regierung um meine Gesundheit bemüht… Halt, irgendetwas ist falsch, aber was?

Die Gefahren der Elektrizität wurden schon bei Ihrer Entdeckung heftig diskutiert, zunächst aber war die Neugierde der Menschen größer als die Vorsicht. Firstenberg berichtet im ersten Teil seines Buches davon, wie sich die Menschen auf Jahrmärkten elektrische Schläge geben ließen, wie aber dieses neue Phänomen auch schnell therapeutisch angewendet wurde. Ein neuer Zweig der Medizin entstand und war, bei richtiger Anwendung, durchaus erfolgreich. Mit zunehmender Elektrifizierung des Lebens wurden die Nebenwirkungen zwar immer offensichtlicher, aber verzichten wollte auf den damit verbundenen Komfort kaum jemand. Hat sich bis heute daran etwas geändert?

Firstenberg ist selbst elektrosensibel und hat deshalb in den letzten Jahrzehnten Unmengen an Studien aus aller Welt ausgewertet. Von den 400 Seiten des Buches sind nur 272 Seiten Text, der Rest sind Literaturquellen, Fußnoten und Index. Insofern ist die Ankündigung des Buches als eine Art Bibel auf diesem Gebiet durchaus gerechtfertigt. In einer normalen Welt hätte er eine Professur für dieses Fachgebiet, in der realen Welt ist er auf der Flucht vor neuen Funktürmen.

Er berichtet von den ersten Funkstationen und den plötzlich und unerwartet auftretenden Krankheiten, er wertet Sterbestatistiken nach der Inbetriebnahme neuer Funktechnologien aus, lässt Atmosphärenphysiker zu Wort kommen wie auch Biologen. Es ist nicht so, dass niemand um die Gefahren der mittlerweile weltumspannenden technischen elektromagnetischen Strahlung weiß, wir sehen nur einfach weg. Ausführlich analysiert er die elektromagnetischen Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Angststörungen. Er ist selbst Mathematiker und hat eine medizinische Ausbildung, eine optimale Kombination für epidemiologische Forschung. Aber hätten die akademischen Epidemiologen darauf nicht selbst kommen müssen? Die gab es anfangs durchaus, später nur noch vereinzelt. Die Medizin in der westlichen Welt hat einen großen Teil dieser Krankheiten in den Bereich der Psychotherapie verlagert, den anderen in die Biochemie. Im Ostblock wurde Neurasthenie dagegen als „Radiowellenkrankheit“ in speziellen Krankenhäusern behandelt. Es steht aber fest, dass wir in Zukunft noch einige Technik-induzierte Epidemien erleben werden.

Das Buch ist für wissenschafts- und medizingeschichtlich interessierte Leser genauso spannend wie für Gesundheitsinteressierte oder Elektrosensible. Es steckt voller Wissens-Perlen, von denen zumindest ich noch nie etwas gehört hatte: z.B. berichtet Firstenberg von der Entdeckung von Nervenbahnen und Herzzellen in Pflanzen oder von dem Farbstoff, der die Meridiane einfärbt – jedoch nur im lebenden Körper. Seine Berichte zu den Influenza-Epidemien in den letzten dreihundert Jahren sind geistiger Sprengstoff – sie sind zu Zeiten der stärksten magnetischen Sonnenaktivität am wahrscheinlichsten. Die Influenza hat von diesem altbekannten Phänomen ihren Namen, mit der Entdeckung der Influenza-Viren ist die Forschung aber in eine völlig andere Richtung abgebogen.

Nüchtern konstatiert Firstenberg: „Wir leben in einer Welt, in der Informationen weder Wissen erweitern noch Augen öffnen.“ (S. 267) Wir sollten in eine andere Welt wechseln, in der Warnhinweise überflüssig sind.

Letzte Woche rief mich eine Kundin an. Sie ist pensionierte Beamtin, aber ihr Mann arbeitet noch und wurde vom Arbeitgeber genötigt, sich gegen COVID „impfen“ zu lassen. Die ersten beiden Dosen mit den üblichen Nebenwirkungen, also zwischen drei Tagen und einer Woche Schwäche und Krank-Fühlen halbwegs überstanden, kurz nach der dritten Dosis, nicht umsonst „Booster“ genannt, erleidet er einen Schlaganfall. Er ist Ü60, ist sehr sportlich, raucht nicht, trinkt nicht, hat beste Blutwerte, geht regelmäßig zum Arzt. Der war dann auch überrascht, weil er das bei ihm überhaupt nicht vermutet hatte.

Zum Glück wurde der Schlaganfall schnell und professionell behandelt, er hat wenig Folgeschäden, wurde aber, wie in so einem Fall üblich und sicher auch sinnvoll, zur Reha geschickt. Sein Arbeitgeber maulte herum: nur weil er einen Schlaganfall hatte und sowieso schon eine Woche im Krankenhaus war, müsse er doch nicht auch noch zur Reha.

Der behandelnde Arzt bei der Reha rät ihm dringend zur vierten Impfung, weil er „jetzt ja zur Risikogruppe gehöre“.

Bis zu diesem Zeitpunkt sieht kein Arzt, weder Rettungsarzt, noch die Ärzte im Krankenhaus noch die in der Reha einen Zusammenhang zwischen seinem Schlaganfall und der „Impfung“ – im Gegenteil weisen das alle als unsinnig zurück.

Er sieht sehr wohl einen kausalen Zusammenhang und wird sich kein weiteres Mal „pieksen“ lassen – ganz sicher nicht.

Die Kundin erzählt mir von einer Verwandten, die mit ihren 72 Jahren immer noch mindestens einmal wöchentlich Golf spielen ging und sonst für ihr Alter sehr gesund war… bis sie eines Morgens einfach nicht wieder aufwachte. Die „Boosterimpfung“ eine Woche zuvor hat damit aber wirklich gar nix zu tun.

Selbst die Verkäuferinnen auf unserem Markt, mit denen ich beim Einkauf ins Gespräch komme, sind schon unruhig, weil sich die Beerdigungen häufen und sie alle selbst auch geimpft sind.

Was ist Realität? frage ich mich an diesem Punkt: ist es das, was ich selbst in meinem direkten Umfeld erlebe oder das, was Medien mir als Realität vermitteln?

„Plötzlich und unerwartet“ ist zum Code für Tod durch Impfung geworden. Das medial vermittelte bzw. inszenierte Bild der Realität und die erlebte Realität haben nur noch wenig miteinander zu tun. Die meisten Menschen in der westlichen Welt leben aber lieber in Weltbildern als in der realen Welt.