Dänikens Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.

Wer Erich von Däniken mag, wird das Buch sowieso lesen, wer ihn nicht mag, den wird auch dieses Buch nur in seiner Meinung bestärken, dass er nur Unfug schreibt und akademische Wissenschaftler das alles völlig anders sehen – wenn er denn überhaupt gelesen wird. EvD polarisiert, aber warum eigentlich?
Wer den Ursprung der Menschen mit Bewußtheit in einem Eingriff außerirdischer „Götter“ sieht, macht sich weder bei den monotheistischen Buchreligionen mit einem transzendenten Schöpfergott noch bei den „fortschrittlichen“ Natur- und Geschichtswissenschaften mit ihrem Evolutionsglauben Freunde. Zwischen diesen Stühlen macht es sich EvD bequem und entwickelt seine Thesen in seiner typischen Kombination aus eigener Feldforschung, breiter Belesenheit, des Gegen-den Strich-Lesens von Überlieferungen, Texten und Funden, vorgetragen in einem lebendigen, flüssigen Stil und gewürzt mit selbst erlebten Anekdoten. Das kann er, der im kommenden Jahr 85 Jahre alt wird, immer noch.
Sein neues Buch berichtet von den über mehrere Jahre geführten Gesprächen mit dem ägyptischen Reiseführer Adel H., Aus einer Familie stammend, die sich ihren Unterhalt auch mit Grabräuberei verdiente, studierte er in Wien Ägyptologie und war dann auch für die Reisegruppen Dänikens Führer durch die ägyptischen Altertümer. Gerade einmal geschätzt zwanzig Prozent sind bisher entdeckt, vieles liegt noch verborgen unter dem Sand der Wüste. Versiegelte Bibliotheken zum Beispiel, auf die Adel H. einen Blick werfen konnte. Bedenkt man noch, wie viele der großen Bibliotheken des Altertums in Brand gesteckt wurden, kommt schon etwas Melancholie auf und direkt danach erfasst einen eine tiefe Skepsis gegenüber der gesamten Geschichtsschreibung. Natürlich schreibt der Sieger die Geschichte und entscheidend ist nicht, was geschah, sondern was berichtet wurde… EvD listet diese Vernichtungen auf, allerdings auch nur die, über die berichtet wurde. Heute gibt es weltweit mindestens 16 Bibliotheken in Bunkern für die Nachwelt, falls es einen Totalausfall der Zivilisation gibt. In vielen Tausend Jahren stehen dann Menschen oder Außerirdische z.B. im Barbarastollen bei Freiburg und versuchen die Mikrofilme, auf denen die deutsche Geschichte in der heutigen Version gespeichert wurde, zu lesen – ein seltsamer Gedanke.
Weiter geht es mit den Geschichten um das Labyrinth des Minotaurus auf Kreta und das zehnmal größere Labyrinth bei der Stadt der Krokodile in Ägypten, das verschiedene antike Historiker noch mit eigenen Augen gesehen und bestaunt haben. Wurde es wirklich vom deutschen Ägyptologen Lepsius gefunden? Däniken hat starke Zweifel und gute Argumente, dass wir doch weiter suchen müssen.
Im Zentrum des Buches steht aber die Geschichte von Adel H., die er mit 16 im Jahr 1944 erlebte. Beim Versuch, ein Grab bei der Pyramide von Sakkara zu öffnen, wurde er verschüttet und konnte durch unterirdische Gänge irgendwann einen Ausgang finden. Die Geschichte klingt wie aus 1001 Nacht oder einem Fantasy-Roman, auf jeden Fall unglaublich. Falls sie wahr sein sollte, und EvD ist von der Glaubwürdigkeit seines ägyptischen Freundes überzeugt, stehen einige Fragen im Raum, auf die ich wirklich gerne Antworten hätte.
Über alte Seekarten von Piri Reis macht EvD dann einen Schwenk in die Gegenwart, in der sich langsam eine Offenlegung zumindest des UFO-Phänomens ankündigt. Bei den Berichten von Linda Moulton Howe über geheime Antarktis-Stationen, auf denen Menschen und Außerirdische zusammenarbeiten, steigt dann aber selbst EvD aus und bekennt sich als Skeptiker.
Man muss nicht allen seinen Theorien folgen, aber EvD regt zum eigenen Nachdenken an. Die Annahme eines Eingriffs einer anderen, „außerweltlichen“ Macht in die kulturelle und vielleicht auch genetische Entwicklung des Menschen legt ein anderes Fundament für die Weltsicht und sicher können wir uns noch auf einige Überraschungen einstellen und auf ein, zwei Revolutionen in der Geschichtsschreibung.

5G

Da ich schon etwas älter bin, war ich schon ab 2G dabei und damals hatte ich ein Mobiltelefon, bei dem ich beim Telefonieren immer heiße Ohren bekam. Da bin ich skeptisch geworden und diese Skepsis hat mich bei heute nicht verlassen.
Der menschliche Körper funktioniert eben nicht nur biologisch, sondern auch auch nach den Gesetzen der Physik und der Wellensalat durch die Technik verlangt von uns starke Anpassungsleistungen. Damals bin ich auf Robert O. Becker gestossen, der in seinem Buch Der Funke des Lebens. Elektrizität und Lebensenergie den Einfluß elektrischer Ströme und elektromagnetischer Felder auf unseren Körper beschreibt. Er war bei Erscheinen des Buches 1990 der führende Experte für elektromagnetische Medizin und beschrieb schon damals sowohl die Cancen als auch die Gefahren der elektromagnetischen Umweltverschmutzung.
Irgendwann um das Jahr 2000 traf ich einen Bekannten, der seine Parteikarriere abgebrochen hatte und jetzt als Mobilfunk-Lobbyist unterwegs war. Seine Kinder würden er nie auch nur in die Nähe eines Handys lassen und er selbst nutze es auch nur, wenn es wirklich nötig sein. Sein ehemaliger Vorgesetzter, ein Minister, habe ihm gesagt, wenn die Menschen die Gefahren von Mobilfunk kennen würden, wären die Anti-Atomkraft-Demos ein Kindergeburtstag gegen das, was dann auf den Strassen los sei. Aha, klare Ansage.
2013 gab es dann Zeitungsberichte über ein Experimet von Schülern in Dänemark, die mit einfachen Mitteln die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf die Keimfähigkeit von Gartenkresse untersuchten – mit besorgniserregenden Ergebnissen.
Zwanzig Jahre später sind wir bei 5G angelangt und mir erschliesst sich der Nutzen nicht: digitalisierte Waschmaschinen, Kaffeemaschinen und Kühlschränke – wer braucht das?
Einige Bekannte sind schon wieder wegen der Gesundheitsgefahren im Panikmodus. Es findet wieder einmal ein Feldversuch am lebenden Menschen statt und wir sollten aus mehreren Gründen besorgt sein. Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat schon 2015 eine unabhängige Untersuchung dieser Technologie gefordert und selbst NASA und NOAA warnen – aus anderen Gründen – vor dieser Technologie.
Der Informatiker und Blogger Hadmut Danisch erläutert in seinem Beitrag die Überwachungsmöglichkeiten durch 5G. „Die totale Überwachung kommt, und alle werden sich freuen, dass wir endlich flottes Internet bekommen.
Ausführlicher behandelt die Youtube-Dokumentation die 5G-Einführung, die zwar sehr reisserisch klingt, aber einen guten Einstieg in die Problematik gibt.

Pseudo-Religionen

Gerne erinnere ich mich an die Zeiten, in denen man sich zu einem gemeinsamen Essen und Trinken traf und alle assen, was auf den Tisch kam. Heute ist das kaum mehr möglich, Essen ist zur neuen Religion geworden.
Was ich wann, wieviel und aus welchen Quellen essen sollte oder muß, um nicht als Unmensch zu gelten, ist einfach nur nervend. Und selbst wenn alle mitessen, darf auf keinen Fall ein Hinweis darauf fehlen, daß man ja sonst nur diesunddas und nur von demunddem isst, heute aber mal eine Ausnahme macht. Und das heute alles mit dem Klima und der kapitalistischen Ausbeutung und wasweißich zusammenhängt und deshalb falsch ist. Das ist Religionsersatz – inklusive Selbstgeißelung und Ablasshandel.
Lasst mich einfach in Ruhe mit euren neuen Pseudo-Religionen! Nehmt einfach wieder Gott, die Quelle, die Schöpfung oder wie immer ihr es nennen wollt. Das hat sich jahrtausendelang gut bewährt und jeder Mensch weiß im Innern sowieso, ob er nach den Gesetzen der Schöpfung lebt oder nicht. Gewissen heißt diese innere Stimme – hör einfach einmal zu.

Nachtrag 26.1.2020 Veganismus ist doch eine Religion – zumindest in England.

Kinder sind unsere Spiegel

Im Prinzip ist es unerheblich, mit wem ich ins Gespräch komme – im Familenkreis, mit Freunden und Bekannten, mit Kollegen oder einfach irgendwo an der Kasse in einem Geschäft – mehr oder weniger alle sehen das gleiche Problem (schon seit Jahren): unsere Jugend ist weder leistungsfähig noch leistungsbereit, sie sehen nicht die Arbeit, die einfach getan werden muß und kreisen um ihren eigenen Bauchnabel, der eine sehr hohe Gravitation haben muß.*
Überfordert mit fast allem, was ehemals als normal galt, krank beim leistesten Luftzug, auf Versorgtwerden und auf Freizeit („chillen“) fokussiert und unkomfortable Dienstzeiten sind für die anderen, kurz: forderungsstark und leistunsgsschwach.
Auf meine nüchterne Anmerkung, daß diese Jugend unsere Rente erarbeiten soll, ernte ich dann häufig leicht Zynismus-infizierte Erwiderungen wie: „Na klar, wer daran glaubt…“ oder nur ein „der Witz war gut.“
Es ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung, daß wir, die wir heute arbeiten, für die Älteren sorgen. Wir werden aber wohl bis zum Sarg arbeiten müssen und die Bundesbank stimmt uns schon einmal darauf ein.

Das bedeutet aber, daß wir bei der Erziehung unserer Jugend Fehler gemacht haben und es liegt nahe, daß schon unsere eigenen Vorstellungen von Erziehung und Bildung, von Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden, vom Leben und Verantwortung übernehmen mindestens einen gravierenden Fehler enthalten.
Jetzt spätestens müßten wir vor uns selbst ehrlich sein, anerkennen, daß etwas schief gelaufen ist, einen Schritt zurücktreten, um den Punkt zu finden, an dem wir falsch abgebogen sind und uns dann unvoreingenommen zu informieren und unser Bild von der Welt wieder mit der Realität halbwegs in Deckung zu bringen. Ein Großteil der Theorien der letzten 50 Jahre wird dabei über Bord gehen. Wir sind geradezu vollgesogen mit Vorstellungen, wie etwas sein sollte und schön wäre, mit Weltbildern, die mit der Realität nicht sehr viel zu tun haben und mit einer Geschichte, die bestenfalls unvollständig, wenn nicht völlig falsch ist, daß dieser Prozeß voraussichtlich schmerzhaft wird.
Das wird eine harte Erfahrung werden, da bin ich mir sicher, denn wir müssen unsere Vorstellung von Welt und von uns selbst in Frage stellen und was noch einmal eine größere Herausforderung ist, auch noch ändern – in eine Richtung voraussichtlich, die uns heute noch als unvorstellbar und außerhalb der Grenzen des als Normal geltenden liegt.

Wie es eine Volksweisheit sagt, sind die Kinder unsere Spiegel….

* und wie immer gilt auch hier, daß Ausnahmen die Regel bestätigen.

Das ist soo deutsch

Die Bundesregierung verschleudert Steuergelder vom Menschen, die dafür echte Arbeit leisten müssen – das ist keine Neuigkeit. Diesmal wollten sie auch noch witzig sein (hoffe ich), ansonsten würde ich das schon als Frechheit ansehen. Wir sollendürfen keine Vorurteile sonstNazi haben, aber beim Deutschsein ist dann alles erlaubt. Ist das peinlich.

Alexander Wendt hat das auf seiner Webseite schon auf den Punkt gebracht und v.a. zeigt er die schönsten Parodien auf diese Kampagne.

Und dann noch ein paar andere als Video

Sonne im Kopf

 

sonneDiese Murmel unten links ist die Erde. Manchmal muß man sich Proportionen visuell verdeutlichen.
Die Sonne wärmt uns nicht nur, wir stehen direkt über unsere Gehirnfrequenzen mit ihr in Verbindung. Dieter Broers erforscht dieses Thema seit Jahrzehnten und in seinem Vortrag erklärt er, wie Gedanken unsere Realität erschaffen und verbindet dabei klassische Wissenschaft und Spiritualität.

Swiss Propaganda Research

Wer weitgehend massenmedienabstinent wie ich lebt, reibt sich beim gelegentlichen Lesen der bald zertifizierten Qualitätsmedien schon mal die Augen bis zum Bluten. Der Kampf um die Köpfe wird in der Militärtheorie wahrscheinlich unterschätzt. Nein, das ist natürlich Unfug. Ganz sicher wird er aber in den Geschichts- und Sozialwissenschaften unterschätzt. Auf jeden Fall ist die Trefferliste für „Propagandaschlachten“ recht dünn und die Hälfte bezieht sich auf die ewigen 1000 Jahre.
Letztens bekam ich den Hinweis auf eine spannende Webseite aus der Schweiz. Swiss Propaganda Research ist ein Forschungs- und Informations­­projekt zu geo­po­li­tischer Pro­pa­ganda in Schweizer Medien. Auch der deutsche Leser findet hier jede Menge Stoff und zwei Publikationen möchte ich dem Leser besonders ans Herz legen:

  1. Der Propaganda-Schlüssel benennt über zwei Dutzend mediale Manipulationstechniken sowie die zehn häufigsten Botschaften der Kriegspropaganda.
  2. Die Propaganda-Matrix beschreibt und analysiert das Netzwerk des amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) und wie das Netzwerk des Councils einen in sich weit­ge­hend geschlossenen, trans­atlantischen Informations­­kreislauf schuf, in dem nahezu alle relevanten Quellen und Bezugs­punkte von Mitgliedern des CFR und seiner Partner­­organisationen kontrolliert werden.
    Auf diese Weise entstand eine historisch einzigartige Informations­­matrix, die klassischer Regierungs­propaganda autoritärer Staaten deutlich überlegen ist, indes durch den Erfolg unabhängiger Medien zunehmend an Wirksamkeit verliert.

TEAM – Toll, ein anderer machts

Jedem aufmerksamen Beobachter ist sicher schon aufgefallen: mehr Menschen zusammen sind, desto eher gehen sie davon aus, daß der andere die Aufgaben erledigen wird. Bewiesen hat das der französische Agronom Max Ringelmann schon 1883.
Ringelmann ließ in seiner Versuchsanordnung zwanzig Studenten allein und in Gruppen an einem fünf Meter langen Seil ziehen. Das andere Ende des Seils führte zu einem Kraftmessgerät. Die Ergebnisse waren ernüchternd:
Zogen zwei Leute gleichzeitig am Seil, leistete jeder durchschnittlich nur noch 93 Prozent dessen, was er zuvor allein geschafft hatte. Bei drei Leuten waren es noch 85 Prozent, bei vier 77 Prozent und bei acht Personen nur noch durchschnittlich die Hälfte seiner Maximalleistung. Diese Tendenz zum sozialen Faulenzen ist heute als Ringelmann-Effekt bekannt.
Selbständige können nicht auf diesen Effekt bauen, weil kein anderer da ist. In größeren Organisationen tritt das Problem mit zunehmender Arbeitsteilung stärker in Erscheinung.
In einem Staat kommt das soziale Faulenzen dann zur Blüte: Man fordert dann gerne von anderen, was man selbst zu leisten nicht bereit ist.

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