Der Fluch der Pille

Die animierte Grafik zeigt die Bevölkerungspyramide Deutschlands. Sehr deutlich sind die Einschnitte durch die beiden Weltkriege zu sehen und der Pillenknick, der die Baby-Boomer-Generation beendete. Seitdem haben sich die Geburten auf einem (zu) niedrigen Niveau eingepegelt, zu niedrig jedenfalls für unser Rentensystem. Eine familienfreundlichere Politik wäre spätestens ab Anfang der 90er Jahre notwendig gewesen, ob die gepriesene Zuwanderung das Problem wirklich löst, darf bezweifelt werden.

Auf Wikipedia findet man einige interessante Informationen zur Antibabypille, aber einer der Entwickler Carl Djerassi „kritisierte (ebenfalls) die Bezeichnung „Antibabypille“, da die Pille kein Mittel gegen Babys sei, sondern ein Mittel für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Frau.“ Darüber kann man nachdenken… Wie sieht es mit der Selbstbestimmung des Mannes aus und welche grundlegenden Leitvorstellungen zu Sexualtität und Partnerschaft liegen diesen Auffassungen zugrunde? Wieder einnmal werden Entscheidungen von den Konsequenzen entkoppelt… Man kann handeln, ohne nachzudenken und ohne die Folgen zu spüren zu bekommen. Das funktioniert im Computerspiel, in der realen Welt nicht – kurzfristig vielleicht, mittel- bis langfristig gibt es dann andere Folgen. 

Es ist schon einige Jahre her, als ich mit dem Kuratoriumsvorsitzenden des Projektes, in dem ich damals arbeitete, zusammensass. Er war einer der Entwickler der Pille, die Schering Anfang der 60er Jahre auf den Markt brachte. Sie hätten eigentlich für jede Frau eine extra-Pille zusammenstellen müssen, weil der Hormonzyklus bei jeder Frau einfach sehr unterschiedlich sei, meinte er damals rückblickend.
Gewichtsprobleme nach der Einnahme der Pille kenne ich von vielen Frauen, aber dass durch die Pille auch der Geruchssinn beeinträchigt wird und zumindest manche Frauen bei der Auswahl der Männer nicht mehr auf ihre Nase vertrauen können, hat mich dann aufmerken lassen. Hier wird ein basales biologisches System, das uns die richtigen, passenden Partner finden läßt, lahmgelegt. Ich hege Zweifel, ob das gut gehen kann.

Nach gut 50 Jahren kommen immer mehr Probleme, die sich aus der Einnahme der Pille ergeben ans Licht:

Bluttransfusionen

Blut ist unser Lebenssaft, der Lebenssaft der Wirtschaft ist Geld.
Hat ein Mensch einen Unfall oder eine schwere Operation, muss Blut transfundiert werden. Aber wie ist das mit Gesellschaften, Staaten und ihren Wirtschaften?

Dieser Artikel von Visual Capitalist gibt einen Überblick über die Finanzströme zur Entwicklungshilfe im Jahr 2017.

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Die Staaten fungieren dabei als Blutbanken, erarbeiten müssen es die Menschen, die jeden Tag früh aufstehen, wertschöpfend arbeiten, sich um ihre Kinder kümmern und sich etwas Geld für Urlaub und Rente beiseite legen wollen.BVMW
Es gibt wenig, was sich leichter verschenken läßt als nicht-selbst-erarbeitetes Geld, das Geld der Anderen.

Gerne darf man sich auch Fragen stellen, wer es denn wirklich nötig hat? Indien, Syrien, China, Türkei…? Und wer in Syrien hat denn 2017 die Entwicklungshilfe bekommen? Der böse Diktator Assad doch bestimmt nicht…

Alles nicht so schlimm, Deutschland ist doch ein reiches Land – wirklich?

deutsche und eu

 

 

Gottes Werk verschlimmbessern

Kant konnte überzeugend darlegen, dass die Existenz Gottes nicht beweisbar ist. Aus der Nichtbeweisbarkeit folgt aber nicht logisch die Nichtexistenz.

Die Aufklärung hat sich aber zunehmend, v.a. in ihrer Opposition zur christlichen Religion, auf diesen Fehlschluss konzentriert und wollte, unterstützt durch die Erfolge der Naturwissenschaften, Gott überflüssig machen oder, größenwahnsinnig, sich an seine Stelle setzen. Das nennt man Fortschritt und hier hat der schöne und treffende Begriff „Verschlimmbessern“ wohl seinen Ursprung.

Leben in der Steuerfarm

Manchmal muss man nur leicht den Blickwinkel ändern, um eine neue Sicht auf das Geschehen zu bekommen.


Von Robert Strack

• Wahrscheinlich kennen Sie

Mehrwert- oder Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Grundsteuer, Grunderwerbssteuer, Zweitwohnungssteuer, Versicherungssteuer, Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Kirchensteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Einfuhrumsatzsteuer, den Zoll und die allseits beliebte Besteuerung der Renten von Umweltsäuen und ähnlichen verzichtbaren Subjekten.

• Vielleicht haben Sie auch schon gehört von

Ökosteuer, Energiesteuer, Erdölbevorratungsabgabe, Kernbrennstoffsteuer, Luftverkehrssteuer, Tonnagesteuer, Feuerschutzsteuer, Reichensteuer, Kapitalertragssteuer, Spekulationssteuer und der Abgeltungssteuer, die jetzt eine diskret automatisierte Zinsbesteuerung ist.

• Insidern bekannt und ziemlich einträglich sind

die Luxus- oder Sektsteuer, Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer, Kaffeesteuer, Biersteuer, Branntweinsteuer, Schankerlaubnissteuer, Pferdesteuer, Hundesteuer, Kinosteuer, Tanzsteuer, Jagd- und Fischereisteuer, Rennwett- und Lotteriesteuer, Glücksspielsteuer, Spielbanksteuer, Tabaksteuer und (Sie werden nicht betroffen sein…) Sexsteuer.

• Ein weites Energiefeld bilden Ihre patentwürdig simulierten „Stromkosten“ mit

EEG-Umlage, Offshore-Umlage, Offshore-Netzumlage, Lastenumlage, Konzessionsabgabe, StromNEV-Umlage, KWKG-Umlage, Netzentgelt, Messtellenbetriebsumlage und Stromsteuer, die die eigentlich nicht vorhandenen – weil ja „erneuerbaren“ Energiekosten gehörig aufpeppen.

• Weil dies alles hinten und vorn nicht reicht, plant der von Ihnen immer wieder gern gewählte Regierungsapparat derzeit

die drastische Erhöhung vieler der oben genannten Steuersätze, das sympathisch klingende, vorerst auf 20 Milliarden taxierte Klimapaket unter anderem mit dynamisierter CO²-Steuer, deutlich erhöhter KfZ-Steuer, Flugbenzinsteuer, dazu eine Fleischsteuer, Vermögenssteuer, Grundwert-Zuwachssteuer, die Besteuerung von Minijobs und natürlich das Leckerli für die treuesten unter den Staatsdienern: Den künftig automatisiert angehobenen Rundfunkbeitrag.

Bierdeckel alle? Gut, ich höre auf…


Ein Video von freiwillig frei, das die Haltungsbedingungen auf der Steuerfarm recht gut beleuchtet:


Sonnenwende

Letztens habe ich mir auf einer Weihnachtsfeier wieder einmal anhören müssen, dass Weihnachten in der heute gefeierten Art und Weise mit Adventskränzen und Weihnachtsbäumen recht neu ist. Das kannte ich aus meinem Volkskundestudium schon, aber deshalb zu glauben, dass diese Tage erst seit kurzem auch gefeiert werden, ist natürlich Unfug.
Je weiter nördlich Menschen leben, desto größer sind die Unterschiede von Tag und Nacht zu den verschiedenen Jahreszeiten. Die Sonnenwende zu feiern, nach der die Tage wieder länger und die Nächte kürzer werden, ist naheliegend, denn Menschen sind auf Licht und Wärme angewiesen. Die Bräuche mögen verschieden sein, aber es ist eigentlich nicht erstaunlich, dass in diesem Zeitraum in vielen Kulturen die Wiedergeburt des Lichtes gefeiert wird.
Menschen, die in Gegenden leben, in denen die Unterschiede zwischen Sommer und Winter besonders stark ausgeprägt sind, müssen langfristiger planen und handeln, weil sie sonst im Winter verhungern oder erfrieren. Das prägt ganz natürlich auch Kulturen.

Wie groß diese Unterschiede in der Lichtverteilung sind, finden sie hier schön animiert.

Gedeihen

Etwa 2012 muss es gewesen sein, da bekam ich den Hinweis auf den Film Thrive. Ein US-Millionen-Erbe produziert eine Art Dokumentation, was auf der Welt schief läuft und wie wir es ändern können. Mich hat der Film damals inspiriert, aber zu dieser Zeit lief das alles noch unter Esoterik und Verschwörungstheorien.

Irgendwann war er aus meinem Fokus verschwunden, bis mich meine Frau wieder auf ihn aufmerksam machte. An das Meiste konnte ich mich gut erinnern, verblüffend fand ich, was sich seitdem verändert hat, wie es in dem Film vorhergesagt wird – Verschwörungstheorien halt….

Aber sehen sie selbst:

Der Kunde ist König

… und manche Kunden benehmen sich in den Läden (und nicht nur in der Vorweihnachtszeit) wie ein König. Bitte und Danke, Guten Tag und Auf Wiedersehen sind für sie Fremdworte. Sie erwarten keine Beratung, sie wollen keine Empfehlungen, sie fordern Bedienung und behandeln die Angestellten wie Personal. Es geht ja auch nicht mehr schlicht um Waren, die ich brauche und ein Händler mir gegen Geld gibt. Es geht um den kleinen Luxus, sich Dinge zu kaufen, die man nicht unbedingt braucht. Wer mein Geld haben will, der soll erst einmal zeigen, ob er es sich verdient hat.

Das ist auch, aber nicht nur eine Frage guter Erziehung und von Respekt. Dahinter steht der Gedanke, dass eine Person durch ihr Geld wichtig oder weniger wichtig ist. Wer das Geld hat, stellt die Forderungen, er herrscht. Insofern ist das im Grunde keine  Überraschung, es ist eine konsequente Weiterführung des Leitprinzips unserer Gesellschaft auf Bereiche, in denen das bisher nicht akzeptiert war.

Wir sprechen ja vom christlichen Abendland, weil das Christentum die Idee gleicher Seelen vor Gott eingeführt hat.  Nur daraus konnten die philosophische Idee eines gleichen Zugangs zur Vernunft und die politische Idee gleicher Rechte für alle Menschen erwachsen. Auf ethisch-moralischer Ebene führt es zu Kants Imperativ in der Version für alle: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu! (1) Lange hat das Bürgertum für ihre gleiche Rechte im Verhältnis zum Adel gekämpft, ebenso lange hat die Arbeiterschaft in Fabriken und auf dem Lande für gleiche Rechte wie das Bürgertum gekämpft. Irgendwann war das politisch erreicht und funktionierte (an einigen Orten der Welt wie in Deutschland und mehr oder weniger) auch ganz gut.

Die Steuerung unserer globalisierten Gesellschaften läuft aber schon einige Zeit nicht mehr über politische Willensbildung und parlamentarische Mehrheiten, sie läuft schlicht über das Geld. So richtig laut darf man das noch nicht sagen, aber wer sich die Welt unter dieser Erklärungsperspektive ansieht, sieht sie klarer und versteht sie besser. Intuitiv verstanden haben das die meisten und wenn sie in den Laden gehen, können sie von diesem Gefühl kosten. Ich herrsche, ich stehe im Mittelpunkt, ich bin ein König.

(1) es gibt einen Unterschied zwischen dieser „goldenen Regel“ als hypothetischem Imperativ und Kants kategorischem Imperativ, mehr dazu hier


Dieser Artikel ist ursprünglich im Dezember 2012 auf meinem damaligen Blog erschienen. Leider kann ich nicht erkennen, daß sich seitdem etwas geändert hat.

Der lange Anlauf zum II.Weltkrieg

Wer wie ich einmal einen Systemwechsel direkt miterlebt hat, entwickelt ein distanziertes Verhältnis zur Geschichte: er steht plötzlich vor zwei verschiedenen Versionen, die beide beanspruchen, wahr zu sein. Geschichte wird aber von den Siegern geschrieben, das wird von einem geistreichen Spruch zu einer erlebten Realität. Bald wird auch deutlich, dass Geschichte zum großen Teil Legendenbildung zur Legitimierung des eigenen politischen Handelns ist. Auch das sollte im Grunde wenig überraschend sein.
Aber was ist nun tatsächlich passiert? Zwei Versionen zum Ausbruch des II. Weltkrieges kannte ich schon, hier gibt es eine dritte, die mich mehrfach fassungslos gemacht hat.

Auch die beiden anderen Vorträge haben meinen Horizont erweitert und sind empfehlenswert.

Das 11. Gebot

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst nicht an einen rosa Elefanten denken.
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes,
nicht mißbrauchen.
Du sollst den Feiertag heiligen.
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Gott hat die zehn Gebote (eher Verbote) dem Propheten Mose nach biblischer Überlieferung auf dem Berg Sinai übergeben. Aber was für ein Gott war das eigentlich?
Das menschliche Gehirn kann
nicht nicht sinnvoll verarbeiten und streicht es. Das kann jeder recht einfach nachvollziehem, z.B. Du sollst nicht an einen rosa Elefanten denken.
Wer beruflich viel fragen muß, lernt das ganz am Anfang seiner Ausbildung und macht dann sicher auch ein paar Tests an sich selbst oder anderen, weil es anfangs so seltsam erscheint.

Dieser Gott wußte das entweder nicht, was für einen Gott recht unwahrscheinlich ist, oder er hat es – wahrscheinlicher – bewußt einkalkuliert. Mit jedem Verbot gibt er ja schon einen Hinweis darauf, was man alles machen könnte und wie gesagt, kann unser Gehirn das nicht nicht verarbeiten. (Also streichen Sie gedanklich einmal das nicht in den Geboten und lesen Sie nochmal.) Das würde einiges auf dieser Erde erklären…
Aber vielleicht hat dieser Gott auch nur einen speziellen Humor, den wir als Erdlinge einfach nicht verstehen können.

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