Leistungverhältnisse

Habe eben mein Notizbuch durchgesehen und dort diese Geschichte aus dem Leben gefunden.

Ein junger Mann, den ich vor Jahren zu seiner beruflichen Entwicklung gecoacht hatte, ruft mich an. Er arbeitet seit Jahren als Personalberater in einem Unterehmen und hat diesmal schon im Mai seine Umsatzziele für das gesamte Jahr erreicht. Laut seinem Vertrag würde er jetzt für jeden weiteren Abschluß weniger Geld bekommen als bisher. Er fragt seine Chefin, wie es denn nun aussieht – wäre nicht jetzt ein Bonus eher angebracht oder soll er für den Rest des Jahres die Arbeit einstellen?
Die Chefin (Geschäftsführerin einer GmbH, nicht Gewerkschaftsvorsitzende, nicht Leiterin einer Sozialstation, nicht Bischöfin o.ä.) antwortet kurz, es sei immer so, dass 20% die anderen 80% mit durchziehen. Gespräch beendet, sie stieg in Ihren Mercedes S-Klasse und fuhr zum Kundentermin.
Auf seine Frage, ob er jetzt vielleicht doch kündigen und sich selbständig machen solle, konnte ich nur zurückfragen, welche Alternative er denn sonst sähe….

Erdbebenwarnung?

Geben wir einer alternativen Theorie eine Chance:

Erdbeben lassen sich ja angeblich nicht vorhersagen. Die Forschergruppe Ditrianum um Frank Hoogerbeets versuchte dagegen schon Ende der 80er Jahre möglichen Korrelationen zwischen Planetenpositionen und größeren Erdbeben auf die Spur zu kommen. Auf dem YouTube-Kanal erläutert er seine Theorien über elektromagnetische Wellen als Auslöser größerer Erdbeben.

Hoogerbeets gab schon sehr früh, im Juli 2016, für den 21.-25.12.2018 eine Erdbebenwarnung heraus:

Eine sehr kritische planetare Konfiguration am 21. Dezember 2018 wird wahrscheinlich zwischen dem 21. und 25. Dezember 2018 ein großes Erdbeben auslösen. Die aktuelle Schätzung ist hoch, 7 bis 8 Magnitude.

Der Test läuft also gerade….

Freundlicherweise werden auf der Ditrianum-Webseite gleich die aktuellen Erdbeben aufgelistet.

Nachtrag 30.12.2018

Liste der Erdbeben im Dezember 2018  – vom 20.-26.12. habe ich vier Erdbeben über Magnitude 6 gezählt. Ist das jetzt ein Vorhersage-Erfolg?

Weihnachten und Glückspilze

Der Zauber von Weihnachten hat sich schon vor vielen Jahren ohne Vorankündigung, ganz leise verabschiedet. Geblieben sind Weihnachtsmärkte, auf denen jedes Jahr wieder der gleiche Ramsch und das gleiche Futter unter permanentem Musik-Gedudel angeboten werden. Nur ein stark erhöhter Konsum von Glühwein erzeugt eine Ersatz-Weihnachtsstimmung. Nichts für mich.

Seit ich weiter draußen auf dem Land wohne, erlebe ich allerdings die Jahreszeiten unvermittelter. Jetzt zur Wintersonnenwende sehe ich die Sonne vom Fenster aus aufgehen und vom gleichen Fenster aus auch untergehen. Im Sommer ist das anders: vom gleichen Standpunkt aus kommt gegen 10 Uhr die Sonne in Sicht und sie geht fast 90 Grad weiter westlich unter.

Wer einmal in Skandinavien etwas oberhalb des Polarkreises war, versteht noch besser, warum die Wintersonnenwende gefeiert wird. Licht und Leben sind untrennbar verbunden. Das Licht wird wiedergeboren und es ist kein Zufall, dass die Erlöser in vielen Religionen (schon weit vor dem Christentum) um die Zeit herum geboren werden.

Eine alternative Erklärung für die vielen Weihnachtstraditionen finden Sie in diesem Video – etwas über eine Stunde, aber Aha-Effekte sind garantiert.

Ergänzende Informationen gibt es hier und hier.

Chemische Elemente und wertvolle Mineralien

Mir war gar nicht klar, dass ein Gros der chemischen Elemente erst im letzten Jahrhundert gefunden wurde. 300 Jahre der Entdeckung der Elemente in 99 Sekunden:

https://youtu.be/7kCCWWtCrpA

Und wie der Wettbewerb bei wertvolle Mineralien verteilt sind, zeigt diese Graphik:

Courtesy of: Visual Capitalist
Alles, was außerhalb des inneren schwarzen Kreises ist, unterliegt nur geringem Wettbewerb, meist, weil es einfach nur in wenigen geographischen Regionen gefunden wird. Das kann ein guter Hinweis für eine Investitionsentscheidung, z.B. für Graphit (aus dem Graphen gewonnen wird), sein.

Staat vs. „natürliche Ordnung“

Hans-Hermann Hoppe kennt in Deutschland kaum jemand  – zu Unrecht. Er wurde bei Habermas promoviert und habilitiert, seitdem hat er sich als konservativ-libertärer Denker v.a. in den USA einen Namen gemacht.

Für jeden „Linken“, also fast alle in diesem Land, die mehr oder weniger täglich Medien konsumieren, dürften seine radikalen Überlegungen schockierend sein, wenn nicht sogar schmerzhaft – und hoffentlich ein Augenöffner.
Genau deshalb sollten Sie einfach einmal einen (kurzen) Artikel gelesen haben, z.B. Der Staat und die Zuwanderung. Und die natürliche Ordnung als Gegenmodell.

Der Aufsatz ist übrigens von 2002, das folgende Interview von Ende 2005.

Der Wohlfahrtsstaat hat überall die Einsicht zerstört, dass man selbst für sein Leben verantwortlich ist und produktiv tätig sein muss, um sich ein Einkommen und Auskommen zu erschaffen. Statt dessen ist es üblich geworden, die „Gesellschaft“ für alle persönlichen Probleme und Unzulänglichkeiten verantwortlich zu machen und es als natürlich zu empfinden, auf Kosten anderer ausgehalten zu werden. Ja, sogar Entrüstung zur Schau zu stellen, wenn das, was einem angeblich „zusteht“, unzureichend erscheint. So hat man zunächst ein Millionenheer von realitätsblinden, unzufriedenen, aber umso selbstgerechteren Schmarotzern herangezüchtet….

Abschied von Deutschland – von Jost Bauch

Wir haben den „peak civilisation“ irgendwann Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre überschritten. Jost Bauch analysiert dieses Ende der westlichen Zivilisation historisch und soziologisch mit einer gewissen Verzweiflung und Melancholie. Dabei geht es nicht um irgendein Forschungsobjekt unter den analytischen Instrumenten der Wissenschaft, es geht um unsere westliche Zivilisation und Deutschland – also auch um Sie, die Sie diese Zeilen lesen.
Bereits 2050 werden 49 Millionen Deutsche und 19 Millionen Zugewanderte in diesem Land leben – und das sind nur die Prognosen von vor 2015! Wir steuern also definitiv auf ein Multiminoritäten-Gemenge (Staat wird dann wohl der falsche Begriff sein) zu, in dem das „tägliche Neuverhandeln des Zusammenlebens“ spannend wird.

Wären das alles brandneue Erkenntnisse, könnte ich damit vielleicht umgehen, aber die wesentlichen Bedingungen des Bevölkerungsrückgangs sind seit den Anfängen der Demografie 1765 (!) bekannt. Würden westliche Politiker nicht vorwiegend durch Negativauslese in ihre Positionen gebracht, hätten sie wahrscheinlich bereits vor 60 Jahren eine andere Familienpolitik initiiert. Die ideologische Großwetterlage wies seitdem allerdings gerade in die entgegensetzte Richtung.

Bauch attestiert den modernen Menschen Hedonismus und Narzissmus, analysiert den Funktionsverlust der Familie und einen ungehemmten Konsumismus. Überzeugend diagnostiziert er diesem System langfristig die Zerstörung der Voraussetzungen seiner Existenz. Er untersucht die herrschende technokratische Herrschaftsform und die als fast schon naturgesetzlich verkaufte Globalisierung sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Mit der Brille des Soziologen wird der Islam betrachtet und eine Inkompatibilität mit dem Grundgesetz konstatiert.

Der Abschnitt zur deutschen Moralhypertrophie widmet sich dem Verhältnis von Politik und Moral. Wieder einmal soll am deutschen Wesen die Welt genesen, auch wenn es in einer Auflösung des Deutschen mündet. Gerade in Westdeutschland ist der Schuldkomplex in weiten T eilen der Bevölkerung internalisiert, sodass ein Kampf gegen den überall lauernden Faschismus zur zeitunabhängigen Daueraufgabe und zur eigenen Legitimationsbasis wird. Ein kleines Glossarium politischer Kampfbegriffe rundet dieses Kapitel ab.

Können Nationen sterben?“, fragt Bauch am Ende. Das die Nation tragende Volk kann es, auch wenn es lange dauert. Wenn es aber propagandistisch herbeigeredet und politisch gewollt und umgesetzt wird, dann tickt die Uhr für den Selbstzerstörungsmodus. „Abschied von Deutschland“ ist eine kluge, spannende, zum Weiterdenken anregende, aber nicht immer leichte Lektüre.

In meinem Umkreis höre ich von Menschen jenseits der 50 regelmäßig, dass sie einfach nur noch bis zur Rente kommen und dann noch ein paar nette Jahre haben wollen. Wenn das mal klappt …

Oder wie Oswald Spengler festhielt:

„ ´Lever doodt als Sklav´: das ist ein altfriesischer Bauernspruch. Die Umkehrung ist der Wahlspruch jeder späten Zivilisation.“

Vorfahren

Es sollte im Grunde selbstverständlich sein, dass man seine Vorfahren ehrt – ohne sie wären weder Du noch ich hier. Ohne unsere Ahnen gäbe es uns nicht.
Unsere Eltern kennen wir, unsere Großeltern auch meist noch, bei unseren Ureltern wird es dann schon schwieriger… Aber irgendwann vor Jahrhunderten und Jahrtausenden haben unsere Vorfahren Kinder gezeugt, die unsere näheren Vorfahren wurden.
Für mich bekommt Geschichte unter diesem Blickwinkel eine neue Dimension. Ein Teil meiner Vorfahren kommt z.B. aus dem Havelland, das während des 30-jährigen Krieges völlig verwüstet und entvölkert wurde. Andere aus Schlesien, das ebenfalls nicht nur goldige Zeiten erlebt hat… Unsere Vorfahren haben die damals sehr hohe Kindersterblichkeit irgendwie überlebt, sie haben Kriege, Hungersnöte und Epidemien überlebt und sich fortgepflanzt. Nur deshalb sind wir hier.
Auch wenn ich mir wünschte, dass meine Vorfahren immer Wunschkinder waren, die in Liebe gezeugt wurden, ist das bei nüchterner Betrachtung recht unwahrscheinlich. Dankbar bin ich meinen Vorfahren aber auf jeden Fall.

***

Stell Dir einfach einmal vor, Du stehst auf einem freien Feld und kannst bis zum Horizont sehen. Jetzt siehst Du in Gedanken Deine beiden Eltern vor Dir und hinter ihnen ihre Eltern, Deine vier Großeltern. Deren Elternpaare stehen wiederum hinter ihnen, also Deine acht Urgroßeltern, hinter denen dann schon sechzehn Menschen stehen, Deine Ururgroßeltern. Und das kannst Du Dir weiterdenken bis zum Horizont….

Bei einer durchschnittlichen Länge einer Generation von ca. 30 Jahren (darüber wird weiter geforscht und gestritten) sind Deine Ururgroßeltern nur 120 Jahre vor Deiner Geburt zur Welt gekommen. Weitere 4 Generationen oder dann 240 Jahre zurück kannst Du schon über 400 Personen auf dem Feld stehen sehen – Deine direkten Vorfahren, ohne die es Dich heute nicht gäbe. Nur ein paar Generationen weiter und das Feld wird voller Menschen sein – Menschen, deren Gene Du trägst.

Know-how-Hierarchien

Bei der Weihnachtsfeier eines Vereins unterhalte ich mich mit einem pensionierten Polizisten, der mir eine Geschichte erzählt:

Die Polizisten mit grünen Pickeln auf den Schulterklappen, also die unteren Ränge, müssen alles wissen und alles können. Sie sind ja schließlich diejenigen, die mit allem direkt zu tun haben – vom Verkehrsdelikt über Nachbarschafstreitigkeiten bis hin zu Gewalttätigkeiten.
Die etwas höheren Ränge in den Büros haben silberne Pickel und müssen wissen, wo alles in den Gesetzen und Vorschriften geschrieben steht.
Die Chefs mit den goldenen Pickeln müssen wissen, wen mit den silbernen Pickeln sie fragen müssen.
Erzählt hat ihm das ein Chef mit zwei goldenen Pickeln.

Falls das jemandem bekannt vorkommt, der nicht in einer Behörde arbeitet – mir auch. Genau aus diesem Grund halte ich es immer für sinnvoll, diejenigen zu fragen, die die Arbeit wirklich erledigen.

Der Journalist als Oberlehrer

Der von mir sehr geschätzte Norbert Bolz hat bei achgut die regierungstreuen Intellektuellen mit einer sehr herben Kritik bedacht.

Die Intellektuellen des linken Mainstream moralisieren politische Themen so radikal, dass zwischen Thema und Meinung gar kein Spielraum mehr bleibt.

 

Die einzige Elite, an deren Leistungsfähigkeit Zweifel angebracht sind, sind die Linksintellektuellen, die sich von Kritikern der Macht zu ihren Steigbügelhaltern zurückentwickelt haben.

 

Dass man die formale Freiheit hat, zu sagen, was man denkt, besagt nicht viel, wenn man nicht mehr zu denken wagt, was man nicht sagen darf. Da es auf Dauer zu anstrengend ist, anders zu denken als man redet, denken die meisten auch schon politisch korrekt. Wir fürchten also nicht, eine falsche Meinung zu haben, sondern mit ihr allein zu stehen. Die Isolationsangst regiert die Welt. Wer aber den Zorn der anderen fürchtet, schließt sich leicht der Meinung der scheinbaren Mehrheit an, auch wenn er es eigentlich besser weiß. Er bringt sich selbst zum Schweigen, um seinen guten Ruf nicht aufs Spiel zu setzen.

Seine Inschutznahme der Funktions- und Leistungseliten kann ich zwar nur begrenzt teilen, denn wie er festhält:

Eliten entstehen immer als Resultat von Ausleseprozessen.

Aber wie sehen diese Ausleseprozesse aus und was genau sind die Kriterien?

 

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